Hochbegabung psychologie forschung
Der Begriff Intelligenz kommt vom lateinischen Verb »intellegere«, was so viel bedeutet wie »verstehen« oder »begreifen«. Man kann sich zum Beispiel einen Computer vorstellen, bei dem alle Komponenten von einem zentralen Prozessor abhängig sind. Um eine entsprechende Intelligenz festzustellen, legt man den Betreffenden deshalb meist im Kindes- und Jugendalter Fragen vor, die eigentlich für Ältere gedacht sind — zum Beispiel für Studierende.
Bei dem Wort »hochbegabt« denken viele an Mathegenies. Kinder brauchen beispielsweise Unterstützung dabei, herauszufinden, was zu ihnen passt, was sie mögen und gut können. Trotzdem ist meist von Hochbegabung die Rede, wenn eine Person sehr gut in einem Intelligenztest abschneidet. Frühe Tests können nützlich sein, doch sie sind nur eine Momentaufnahme.
Das ist aber nicht unbedingt eine korrekte und ganz sicher eine stark vereinfachte Beschreibung der Prozesse, die tatsächlich für den Effekt verantwortlich sind. Sonst verkümmert es womöglich. Ist das ein Grund, warum männliche Genies, zum Beispiel in Film und Fernsehen, präsenter sind? Das gilt unabhängig vom Begabungsniveau.
Ist dieser langsam, limitiert das die maximale Leistung aller Komponenten, so dass diese alle ähnlich langsam arbeiten. Interessanterweise hat man festgestellt, dass sich die Performance in den verschiedenen Bereichen der Intelligenz umso stärker unterscheidet, je höher die allgemeine Intelligenz einer Person ist. Doch Hochbegabung hat viele Gesichter: Auch jemand, der im Sport- oder Musikbereich Spitzenleistungen vollbringt, kann hochbegabt sein.
Etwa im sozial-emotionalen Bereich. Früher ging man oft, heute seltener, davon aus, dass Hochbegabung ab einem Intelligenzquotienten von beginnt. Der IQ der meisten Menschen liegt im Durchschnittsbereich zwischen 85 und Punkten, das umfasst also eine Bandbreite von 30 Punkten. Aktuell wird Hochbegabung zumeist vielfältiger konzipiert.
Tatsächlich findet man in Physik, Chemie, Ingenieurwesen und Informatik auch recht viele durchschnittlich begabte Männer. Am besten dokumentiert ist, dass Jungen besser im räumlichen Denken abschneiden und Mädchen besser im sprachlichen Bereich. Die Psychologin leitet den Lehrstuhl für Hochbegabtenforschung und -förderung an der Universität Trier.
Wie lässt sich eine Hochbegabung dort feststellen? Hier liegt das Geschlechterverhältnis innerhalb der Top fünf Prozent in 82 Ländern bei etwa 1 zu 1,5 zu Gunsten der Jungen. Evolutionäre Veränderungen dauern viel länger.
Hochbegabung: Lexikon der Psychologie
Das braucht man sowohl beim Lösen von Gleichungen als auch beim Stabhochsprung. Das wird sehr deutlich, wenn man sich die Verteilung der Intelligenz ansieht. Das kann nur die Folge eines gesellschaftlichen Wandels sein. Der moderne Intelligenzquotient IQ hat mit diesem Verfahren inzwischen nur noch den Namen gemein. Man braucht gute Lehrer, die an einen glauben und einem viel beibringen können.
Wenn man Hochbegabung aber weiter fasst, zum Beispiel als Potenzial für die Entwicklung von besonderen Leistungen, gehört neben der Intelligenz noch mehr dazu. Dort gibt es zwar das Konzept der emotionalen Intelligenz; ob es sich dabei überhaupt um eine Fähigkeit handelt oder eher um ein Persönlichkeitsmerkmal, ist jedoch umstritten. Studien zeigen zudem, dass Männer und Frauen im Schnitt etwas andere berufliche Interessen oder Werte haben.
Mitunter kann es sinnvoll sein, die Betreffenden Klassen überspringen zu lassen oder Jugendlichen schon ein Studium zu ermöglichen. Ein einzelnes Intelligenztestergebnis reicht eben nicht aus, um sich ein umfassendes Bild von den Fähigkeiten einer Person machen. Willkommen auf den Internetseiten der Professur für Hochbegabtenforschung und Differentiellen Psychologie (Intelligenz, Kreativität und Hochbegabung).
Jetzt sind wir bei etwa 1,5 zu 1 angekommen. Sie haben öfter sehr hohe, aber auch öfter sehr niedrige Werte, etwa in Mathematik. Es gibt Menschen mit einem IQ von mehr als Das trifft vielleicht auf eine Person unter gut drei Millionen zu. Gute Förderung setzt also voraus, dass eine Gesellschaft entspannt mit solchen Unterschieden umgehen kann.
Unsere Fähigkeiten sind stets im Wandel und entwickeln sich weiter, wenn wir sie nutzen. Welche Rolle spielen genetische Unterschiede für das Ungleichgewicht der Geschlechter an der akademischen Spitze? Wichtige Gründe sind sicherlich kulturell kommunizierte Rollenbilder und auch die faktische Verteilung von Positionen zwischen den Geschlechtern.
Sieht man sich aber den Bereich ab einem IQ von an, sind dort Unterschiede von 45 Punkten und mehr möglich. Intelligenz ist ein wichtiges Merkmal dabei, aber längst nicht das einzige. Das ist so eine Sache. In den vergangenen Jahrzehnten gab es viel mehr mathematisch hochbegabte Jungen als Mädchen: Das Verhältnis lag etwa bei 19 zu 1. Der Vorsprung ist allerdings jeweils eher gering.
Dagegen spricht zum Beispiel folgender Befund: Das Geschlechterverhältnis im intellektuellen Höchstleistungsbereich verändert sich. Wenn Männer in die Wissenschaft gehen, wählen sie häufiger Fächer wie Chemie und Physik, Frauen gehen eher in die Medizin, Psychologie oder Biologie. Aktuell unterscheidet man neben der allgemeinen Intelligenz noch zahlreiche spezifischere Fähigkeiten, die darunterfallen: etwa numerische Intelligenz, verbale Intelligenz und räumliches Denken.
Ganz abgesehen von den vielen verschiedenen Bereichen, in denen eine Hochbegabung auftreten kann, ist allein Intelligenz sehr facettenreich. Wer umgekehrt eine durchschnittliche allgemeine Intelligenz aufweist, schneidet tendenziell in verschiedenen Teilen des Intelligenztests ähnlich gut ab. Doch obwohl er in der Alltagssprache fest verankert ist, sind sich Psychologen bis heute nicht einig, was Intelligenz eigentlich genau ausmacht.
Hierfür gibt es verschiedene Erklärungsansätze. Eine reine Definition von Hochbegabung auf Basis des IQ wird daher heute von vielen abgelehnt. Ein Potenzial, etwa eine hohe Intelligenz, muss sich entwickeln können. Ein spannendes Phänomen gibt es jedoch: Männer bewegen sich häufiger an den Rändern der Verteilung.
Neben dem akademischen Bereich mit Mathematik, Naturwissenschaften, Sprachen und Geisteswissenschaften ist das auch in der Kunst, in der Musik, im Sport und so weiter der Fall. Eine untergeordnete. Wir sind eine seit tätige Expertengruppe von Psychologinnen und Psychologen mit qualifiziertem Hochschulabschluss (Dipl.-Psych. Hat man seinen Bereich gefunden, ist es wichtig, Lernfortschritte machen zu können.
Ja, der Test liefert hier wertvolle Informationen. Dazu ist gerade auch eine Studie in der Fachzeitschrift »Science« erschienen. Schon in den MINT-Studienfächern klafft die Lücke zwischen der Anzahl an männlichen und weiblichen Studenten jedoch deutlich weiter auseinander. In den Medien werden Geschlechterunterschiede oft überbetont.
Man kann also sagen: Bildung macht schlau. Gemessen wird er mit psychologischen Tests wie dem Hamburg-Wechsler-Intelligenztest HAWIE. Ist der Prozessor hingegen sehr schnell, kommen die Unterschiede in der Effizienz der einzelnen Komponenten mehr zum Vorschein. Männer begeistern sich eher für Dinge, Technik, für Abstraktes; Frauen finden tendenziell Lebendiges, also Tiere, Menschen, Pflanzen reizvoller.
oder Master), die sich vor. Oder an nerdige Physiker wie die Figur des Dr. Sheldon Cooper aus der Fernsehserie »Big Bang Theory«. Doch das ist nur ein Baustein.
Intelligenz: Hochbegabung hat viele Gesichter: Spektrum der Wissenschaft
Ich finde aber nicht, dass Hochbegabte hier eine Sonderstellung haben — denn jeder hat ein Anrecht darauf, die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln. In der Mathematik, in den Naturwissenschaften und bei der allgemeinen Intelligenz sind sie im Schnitt gleichauf. Mit Hilfe verschiedener Aufgaben erfasst dieser das logische Denken, die Denkgeschwindigkeit, die Merkfähigkeit sowie das Sprachverständnis.
Wären Männer auf Grund ihrer Gene im Bereich mathematischer Spitzenleistungen überrepräsentiert, hätten sich die Zahlen nicht so schnell angeglichen. Die Mehrheit der Menschen kommt auf einen Wert um die , etwa 68 Prozent der IQs liegen zwischen 85 und Ein IQ von zeigt also an, dass ein besonderes intellektuelles Potenzial vorhanden ist.
Entsprechend gib es auch keine eigens konstruierten Intelligenztests für diesen Spitzenbereich, das würde sich nicht lohnen. In unserer Forschung geht es vor allem um das Thema intellektuelle Hochbegabung (in Abgrenzung zu musischer oder sportlicher Hochbegabung). Und Intelligenz ist ja nur ein Aspekt von Hochbegabung. Je mehr Aufgaben ein Schüler bewältigen konnte, desto höher war sein »Intelligenzalter«.
Hochbegabung
Und Führungsfähigkeit und diplomatisches Geschick sind ebenfalls Domänen, in denen Hochbegabung vorkommt. Dauerhafte Unterforderung wirkt sich nicht nur negativ auf die Fähigkeiten einer Person aus, sondern ebenso auf deren Motivation und Leistungsbereitschaft. Franzis Preckel: Das ist nur eine mögliche Sichtweise.
Zusammen mit Lena Keller von der FU Berlin und Martin Brunner von der Uni Potsdam haben wir uns einmal die Spitzenleistenden in Mathematik in den Pisa-Daten angeschaut. Einer der Ersten, der sich an die Vermessung der Verstandeskraft machte, war der Franzose Alfred Binet Er bekam von der Regierung den Auftrag, minderbegabte Schüler zu identifizieren, die für eine Sonderschule in Frage kamen.
Förderung besteht daher anfangs darin, Gelegenheiten zu schaffen und die Betreffenden dazu zu ermutigen, vieles auszuprobieren. Binet überlegte sich daraufhin 30 Aufgaben mit ansteigender Schwierigkeit, die Kinder jeweils erst ab einem bestimmten Alter lösen können sollten. Zum Beispiel die Leistungsmotivation, Gewissenhaftigkeit oder der Glaube an die eigenen Fähigkeiten.
Bis dahin hatte man erfolglos versucht, die geistigen Fähigkeiten anhand des Schädelumfangs zu bestimmen. Dabei bekommen die Teilnehmer etwa Matrizen präsentiert, die aus mehreren Kästchen mit abstrakten Formen bestehen. Mit jedem zusätzlichen Jahr Schulbildung steigt zum Beispiel die Intelligenz um ein bis fünf Punkte.
Eine Studie, die zu dem Schluss kommt, dass Männer und Frauen verschieden sind, ist einfach interessanter. Wohl kaum. Eine entscheidende Zutat für Spitzenleistungen in allen Domänen ist etwas, was wir »teachability« nennen: die Fähigkeit, Feedback zu nutzen und aus Fehlern zu lernen. Für die Pisa-Daten fanden wir beispielsweise in Ländern, in denen mehr Frauen Führungspositionen bekleiden oder an der Uni studieren, mehr Mädchen unter den Top fünf Prozent in Mathe.
Männer sind in prominenten Positionen einfach deutlich überrepräsentiert. Heute gibt der IQ an, wie gut eine Person im Vergleich zu Gleichaltrigen abschneidet. Im Grunde gibt es Hochbegabte in allen gesellschaftlich relevanten Leistungsbereichen.